Kalas Tago

Rasse: Mitteländer
Kultur:
Mittelländische Städte
Profession: Stadtgardist
Geburtstag: 17. PHEx 992 BF
Haare: dunkelblond
Augen: braun
Spieler/in: Shekki

Vor- und Nachteile

Gutaussehend, Gutes Gedächtnis / Aberglaube, Feind (Fenror Tago), Neugier, Prinzipientreue (Schutz der Schutzbedürftigen, Gerechtigkeit vor Gesetzmäßigkeit), Unfähigkeit für Naturtalente

Fähigkeiten
MU, GE, KK; Fechtwaffen, Raufen, Sinnenschärfe, Menschenkenntnis, Rechtskunde

Charaktereigenschaften

warmherzig, idealistisch, hilfsbereit

Hintergrund

Kalas Tago hat nur schattenhafte Erinnerungen an seine Eltern und diese Überbleibsel liegen inzwischen tief vergraben unter teils traumatischen Erinnerungen an seine Kindheit auf den Straßen des Südquartiers. Er weiß nicht genau, warum sie ihn und seinen Bruder zurückgelassen hatten und was aus ihnen geworden war. Fakt war, dass er ab seinem dritten Lebensjahr von seinem zwei Jahre älteren Bruder aufgezogen worden war. Genaugenommen wusste er nicht einmal, welchen Namen ihm seine Eltern gegeben hatten. Sein Bruder hatte sich aus Trotz einen neuen Familiennamen erdacht und ihm die Wahl seines Vornamens überlassen. Zusammen kämpften Kalas und Fenror Tago also Jahre lang um ihr Überleben auf den Straßen des Südquartiers. Was auch immer sie taten, taten sie gemeinsam. Sie hungerten gemeinsam, bettelten gemeinsam, froren gemeinsam und stahlen gemeinsam. Dennoch waren sie sehr unterschiedliche Buben. Fenror hatte stärkere Erinnerungen an seine Eltern und umso größer war seine Verbitterung über ihren vermeintlichen Verrat. Seine Weltsicht war davon geprägt. Kalas dagegen gelang es oftmals Freude in kleinen Dingen zu finden und sah trotz des begrenzten Horizonts seines Daseins eine Welt voller kleiner Dinge, die erkundet werden wollten. Während sie sich also über Jahre treu beiseite standen, vergrößerte sich die Kluft zwischen ihren Wesen und sie begannen Dinge zu tun, die sie nicht gemeinsam taten. Während Fenror seine Kenntnisse in der Beutelschneiderei vertiefte, erbat sich Kalas Unterricht im Lesen und Schreiben bei einem der Waisenhäuser in Eschenrod. Während Fenror sich mit den Fäusten Ruf und damit Macht errang, begann sich Kalas zunehmend um die Jüngeren und Schwächeren zu kümmern wie es einst Fenror für ihn getan hatte.

Oftmals waren beide Teil kleinerer Banden von Straßenkindern gewesen, um ihre Überlebenschancen zu verbessern. Doch als sich Fenror im Alter von 17 Jahren einer waschechten Verbrecherbande anschloss, fand eine explosive Spaltung ihren Anfang. Noch Jahre vorher hatten sie in Angst vor derselben Bande gelebt. Ein erstrebenswerter Aufstieg für Fenror; eine ernüchternde Entwicklung für Kalas. Es zog ein weiteres Jahr ins Land, in dem Kalas jeden Versuch Fenrors abwimmelte, ihn ebenfalls einzugliedern. Stattdessen versuchte er seinen großen Bruder von dem Pfad abzubringen, den er eingeschlagen hatte. Als Kalas mit 16 den Entschluss fasste etwas aus seinem Leben zu machen und sich dabei ausgerechnet der Garether Stadtgarde zuwandte, fühlte sich Fenror abermals verraten. Kalas vermochte es nicht Fenror seinen Drang begreiflich zu machen, aktiv an der Verbesserung der Lebensumstände in Gareth mitzuwirken und dass er in der Garde trotz all ihrer Fehler die Möglichkeit sah diesem Drang zu folgen. Der damit einhergehende Streit fand leider kein versöhnliches Ende, sondern eskalierte gar in eine körperliche Auseinandersetzung, die alle vorausgegangenen brüderlichen Raufereien in einen fürchterlichen Schatten stellte. Zu dessen Ende schwor Fenror seinem kleinen Bruder, dass er ihn töten würde, sollten sie sich jemals wieder gegenüberstehen. Schweren Herzens kehrte Kalas daraufhin dem heimischen Eschenrod den Rücken und fand in Alt-Gareth Anstellung als Bote bei der Garde.

Geduldig und gewissenhaft ging Kalas seiner Aufgabe nach. Er lernte einen Teil Gareths kennen, der augenscheinlich nicht sehr weit von seiner Heimat entfernt war und den doch Welten davon trennten. Eine neue Welt voller neuer kleiner Dinge. Und so erforschte er sie auch dort. Obgleich ihn die Erinnerungen an Fenror und Eschenrod bedrückten fand er dabei noch immer Anlässe zur Freude. Er war zwar zum ersten Mal wirklich auf sich allein gestellt, doch bereits während seiner Tätigkeit als Laufbursche begann die Kameradschaft mit den Gardisten zu sprießen, mit denen er es zu tun hatte. Und als er die Gelegenheit zur Grundausbildung bekam, nahm er sie war. Seine Laufbahn in der Garde verlief nicht immer ohne Reibungen. Kalas hatte Prinzipien und stand ohne Scham für sie ein. Bei einer Organisation, die so anfällig für Korruption war, war das nicht immer gern gesehen. Doch auch wenn er es bevorzugte respektvoll und freundlich mit anderen umzugehen, war er noch immer auf den Straßen Eschenrods aufgewachsen. Er wusste einiges zu erdulden und wenn es soweit kam, wusste er sich zu wehren. Das erwies sich sowohl im Umgang mit Bürgern und Verbrechern als auch Kameraden als nützlich. Er erarbeitete sich Respekt und schließlich Rang. Nebenbei hatte er auch begonnen wieder ins Südquartier vorzustoßen. Zumeist mied er Eschenrod und war generell darauf bedacht seinem Bruder aus dem Weg zu gehen. Aber er wollte sich dennoch nicht hinter der Stadtmauer verstecken. Er hatte gelernt mit wenig auszukommen und so wanderte ein Teil seines Soldes in die kleinen, bedürftigen Hände des Südquartiers, begleitet von einem offenen Ohr für die Probleme, von denen die meisten Garether nichts wissen wollten.