Rahjard Karinor

alias Brander Berre, Rychard Lowanger-Greiber oder Oberst Püppchen

Rasse: Mittelländer
Kultur: Südaventurien (Stadtstaat Al’Anfa)
Profession: Taugenichts (Stutzer)
Geburtstag: 16. BORon 987 BF (offiziell: 993 BF)
Haare: mohagonirot-maronenbraun
Augen: grasgrün
Spieler/in: Nebbi

Vor- und Nachteile
Adlige Abstammung, Altersresistenz, Eisern, Herausragendes Aussehen, Innerer Kompass, Soziale Anpassungsfähigkeit / Arroganz 5, Brünstigkeit 6, Eitelkeit 5, Feind (Nijar ben Hasrabal) 4, Goldgier 1, Krankheitsanfällig, Unstet

Fähigkeiten
MU, IN, FF, GE, KO; Säbel (Amazonensäbel), Zweihandschwerter, Athletik, Klettern (Freiklettern), Körperbeherrschung, Reiten, Schleichen, Sinnenschärfe, Tanzen, Betören (Rahjakünste), Etikette, Menschenkenntnis, Überreden (Lügen), Orientierung, Götter/Kulte, Magiekunde, Sagen/Legenden, Schätzen, Garethi, Mohisch, Thorwalsch, Tulamidya, Lesen/Schreiben: Kusliker Zeichen, Boote fahren, Schlösser knacken, Seefahrt

Charaktereigenschaften
selbstsüchtig, kritisch, gelangweilt

Hintergrund: „Die frühen Jahre des Rychard Lowanger-Greiber“
Im Boron 993 ereignete es sich, dass Rychard auf der Pirateninsel Nikkali als Sohn von Caya Lowanger und dem Norbarden Arljew Tsirkevist das Licht der Welt erblickte. Noch heute jedoch ist die Erinnerung an den eigenen Herrn Vater verschwommen, denn jener verließ die dreiköpfige Familie als der schmächtige Junge gerade einmal drei Götterläufe erlebt hatte. Rychard ahnte jedoch nicht, dass der Norbarde Frau und Kind im Stich gelassen hatte und die alleinerziehende Mittelländerin verlor in den Jahren darauf kaum noch ein Wort über ihren Mann. Beinahe jede Nachfrage ihres Sohnes wies sie ab, sprach davon sein Vater sei zu Boron gegangen. Erst mit den Jahren wich Caya etwas von ihrem Kurs ab und berichtete ihrem Sohn, wie sie einst einem gutaussehenden, charmanten Norbarden mit dunklem Teint und pantherschwarzem Haar begegnete, dass sie seinen Taschenspielertricks rasch erlegen war und er ihr den Süden als „Paradies“ beschrieben hatte. Einen Ort, an dem alle Träume wahr werden konnten. Wenige Monde nach ihrer Ankunft in Ingrimsport, der einzigen Siedlung der Insel, erkannte jedoch selbst sie, dass sie dort nichts außer Armut, Elend und Piraterie erwarten würde – dass sie ein ruhiges Leben im Mittelreich für einen Kampf ums Überleben eingetauscht hatte.
Seinem körperlichen Zustand – gutaussehend, eher schmächtig und wenig kräftig – war es in seiner Heimat allen voran geschuldet, dass Rychard stets mit Problemen zu kämpfen hatte wenn es darum ging, Kontakte zu knüpfen. Oft diente er den Jungpiraten der Insel lediglich als Zielscheibe und Ventil für ihre Aggression, bis er auf einen zwei Jahre älteren Bukanier tulamdischen Ursprungs traf. Hairan ibn Shafir. Dieser nahm sich seiner ein wenig an und errettete Rychard des Öfteren aus brenzligen Situationen.

Von diesem Zeitpunkt an lichtete sich das bis dahin eher trostlose Dasein des Schönlings ein wenig, da er nicht länger nur auf die Gesellschaft seiner Mutter oder ihrer Bekanntschaften angewiesen war. Zusammen mit Hairan versuchte er die Piraten Ingrimsports um einige Silbertaler oder Heller zu erleichtern, wenngleich dies mit eher mäßigem Erfolg gelang. Ansonsten lungerten die Beiden hauptsächlich in der Siedlung herum, wenn sie nicht gerade auf den Schiffen aushalfen und beispielsweise das Deck schrubbten, um wenigstens etwas zu verdienen.

Eine unerwartete Wendung nahm das Leben der Beiden jedoch, als Hairans Vater im EFF 1000 von einer geplanten Kaperfahrt nicht zurückkehrte und dem bukanischen Tulamiden nichts blieb als Trauer und eine kleine Hinterlassenschaft, die ein sechs Schritt langes und etwas in die Jahre gekommenes Segelboot beinhaltete. Nach einigen Monden erst entschloss sich Hairan, seinem Freund einen Vorschlag zu unterbreiten. Er wollte das Boot dafür nutzen, um auf Nikkali seltenere Gebrauchsgegenstände von Altoum, aus Charypso oder Port Peleiston, zu holen; er wollte handeln. Vom Gedanken überzeugt, dass es den Bukaniern ein schöneres Leben bescheren könnte, willigte Rychard schließlich ein. Doch schon nach einem Dreivierteljahr nahmen die Jungen von dem Gedanken zu Handeln wieder Abstand, da es nicht wie erhofft vonstattengegangen war. Immerhin ist für Handel, gerade wenn es um kostbarere Güter ging, ein gewisses Grundkapital unerlässlich, über das keiner von beiden verfügte. In den darauffolgenden Wochen und Monaten nutzten die Beiden das Boot daher nur dafür, ihre Fähigkeiten im Umgang damit ein wenig zu schulen.

Erst ein Lauschangriff auf eine Unterhaltung zweier älterer Piraten und eigene Überlegungen ließen eine neue Idee um das Segelboot herum entstehen: Schmuggel. Lediglich die Frage danach, was sie hätten, dass sie schmuggeln könnten und jemand haben wollte war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt. Auch wussten sie nicht, wohin sie es bringen sollten. Insofern wurde es zwangsläufig notwendig, dass sich Hairan an einen der früheren Kumpanen seines Vaters wandte, welcher sich auf den Inseln in der Umgebung besser auskannte und ihnen verraten konnte, woher sie ihre speziellen Waren bekämen. Wohin es jedoch gehen sollte, ließ der Kumpan offen. Doch er war sich sicher, dass man in nahezu allen Städten auf Altoum Erfolg damit haben würde.

2010
2010
2011
2015
2017

Erscheinung
Keineswegs zählt Rahjard mit 91 und einem halben Finger (1,83 Schritt) zu den größten Mittelländern, aber auch nicht zu den kleinsten. Der erste Eindruck den viele von ihm gewannen war nicht unbedingt der eines Kriegers, sondern viel mehr der einer Puppe aus Unauer Porzellan, was dem Engelsgesicht des Südländers zuzuschreiben ist. Seine restliche Erscheinung tut jedoch ihr übriges dazu, dass der Sohn eines Piraten nur all zu gerne unterschätzt wird. Statt einen von Muskeln übersäten Leib durch Aventurien tragen zu müssen, sind es eher zierliche Gliedmaßen, die den Bukanier athletisch und schlank, schlagksig und recht schmächtig erscheinen lassen. Obendrein scheint seine sonnengebräunte Haut nahezu perfekt mit dem glatten, mittellang geschnittenen, mahagoniroten bis maronenbraunen Haar, den grasgrünen Augen oder der langen, geraden Nase im Zentrum seines Gesichts zu harmonieren.

Bei genauerer Betrachtung des herausragend schönen Antlitzes und der großen, rundlichen Augen fallen allerdings noch weitere, kleine Details auf, die ihren Teil dazu beitragen dem jungen Mann diese Vollkommenheit zu verleihen, die er nach außen trägt. Die feinen Brauen, die schöngeformten und nicht zu fleischigen Lippen oder die durchaus sichtbaren Wangenknochen, die seine Konturen aber bei Weitem nicht hager wirken lassen, waren schon oft Gründe dafür, dass sich die ein oder andere Frau nach ihm verzehrte. Weiterhin fällt neben einer einsamen Pockennarbe, die sich auf seiner Stirn befindet und sich nur selten aus dem Schutz des dunklen Seitenscheitels traut, auf, dass dem Bukanier ein ausgeprägter Bartwuchs offenbar verwehrt geblieben ist.

An der linken Schulter prangt ein rotes Hautbild, das eine Schlange zeigt, die sich um ein Kriegsbeil windet. Zudem prangt auf seinem Schulterblatt das Abbild eines Raben, der drei Münzen in Händen hält, wobei jede der Münzen eine Inschrift trägt. In richtiger Reihenfolge gelesen ergibt sich dadurch die Buchstabenfolge „RLG“, worüber über die Bedeutung gestritten werden kann. Zweifellos wird es sich bei dem Raben um eine Hommage an den Herrn Boron handeln, in dessen Götternamen der Bukanier immerhin geboren wurde. Wenngleich der einstige Schmuggler nicht sehr abergläubisch ist und auf eine all zu zwölfgöttergefällige Lebensführung verzichtet, wird es ihn an einem gewissen Grundrespekt vor den Zwölfen keineswegs mangeln.
Die Buchstaben lassen hingegen zwei Interpretationen zu: Einerseits handelt es sich dabei um die Initialen des Trägers (Rychard Lowanger-Greiber), andererseits könnte es als Erinnerung an die Wettfahrt an der Seite von Asleif „Foggwulf“ Phileasson gedacht sein. In diesem Fall wäre es wahrscheinlich, dass jeder Buchstabe für einen anderen Namen steht (Rahjard, Lanyana und Garion).

Sonstiges

Name
Längerfristig ungeklärt war die Frage danach, aus welchem Grund sich Rahajrd dazu entschloss in der Öffentlichkeit den Namen Rychard zu führen und dies 1008 BF um den Doppelnamen Lowanger-Greiber ergänzte. Seinen Vertrauten gegenüber offenbarte er, dass er dies schlicht als garethisierung seines Namens versteht. Die Zusammensetzung des Familiennamens ergibt sich aus dem Namen der Mutter, Caya Lowanger, und des Onkels Aldo Greiber sowie dem Ahnen Praiodan Greiber, dem Garether Hauptmann zur Zeit von Marek dem Schlitzer.

Militärische Laufbahn
Obgleich das Militär eine von vielen Institutionen ist, denen Rahjard in Ermangelung von Disziplin oder Tugendhaftigkeit nie sonderlich zugetan war, fand er sich eines Tages zwangsrekrutiert auf den Schlachtfeldern des Mittelreiches wieder und musste sich mit dem Gedanken anfreunden, womöglich immer in seinen Diensten zu stehen.
 
Die Zweite Schlacht auf den Silkwiesen erlebte er im II. Garether Freiwilligenregiment unter Hauptfrau Ira von Silkwiesen und wurde nach der Schlacht vom zwangsrekrutierten Soldaten zum Korporal befördert. Kurz darauf stand der Al’Anfaner während der Belagerung Greifenfurts in Diensten der Kaiserlich Garethischen Informations-Agentur (KGIA).
 
Im Anschluss an die Belagerung, deren Ende für Rahjard das Erscheinen des Greifen Scraan markierte, wurden Rychard und Neferu von König Brin von Gareth höchstpersönlich aus den Diensten der Agentur entlassen und für ihre Verdienste vom Unteroffizier zum Oberst des kaiserlichen Stabes, wenn auch ohne Kommando über ein Regiment, befördert und als Helden von Greifenfurt ausgerufen.

Ehrungen, Titel und Auszeichnungen
Zum Ende des Jahres 1011 BF gelang es seinen Gefährten und ihm nach monatelanger Suche, im Rahmen einer Wettfahrt zwischen Foggwulf Phileasson und Blender Beorn, den Hochelfenkönig Fenvarien aus seinem Verlies im Tal der Träume zu befreien und den Geist des alten Elfen unter Aufwendung aller verbliebenen Kräfte und unter Einsatz des eigenen Lebens während der Namenlosen Tage zu entwirren. Nachdem der Götterentscheid ein Ende gefunden und Phileasson zum König der Meere gekrönt war, verbriefte der Hetmann der Hetleute der Mannschaft Foggwulfs das Recht sich „von Swafnir gesegnet“ zu nennen, wenig später bot Phileasson ihnen zudem die Aufnahme in seine Glutströhm-Ottajasko an und der Hochkönig der Hochelfen Fenvarien ernannte sie nach Bekundung ihrer Loyalität in einer kleinen Zeremonie zu Ehrenmitgliedern seine Leibgarde.

Am 1. PRAios 1014 wurden Rahjard und Neferu für ihr Handeln während der Namenlosen Tage des Vorjahres – in denen sie es inmitten Gareths u.a. mit einem Geweihten des Purpurnen sowie einem Menschenhändlerring aus Fasar aufgenommen hatten – die Kaiser-Rauls-Schwerter in Bronze am Bande verliehen.

Kurzüberblick
* Angehöriger der Glutströhm-Ottajasko Asleif Phileassons
* Ehrenmitglied der Leibgarde des Hochelfenkönigs Fenvarien
* Held Greifenfurts
* Namenszusatz „von Swafnir gesegnet“, verbrieft von Hetmann Tronde Torbenson
* Oberst der Armee des Mittelreiches, ernannt von König Brin von Gareth
* Träger der Kaiser-Rauls-Schwerter in Bronze am Bande

Kostbarkeiten
* Cyri (Nivesenhündin)
* Arkos (Warunker Pferd, Rappe) von Yppolita von Kurkum (für ein Jahr als Zuchtpferd verliehen)
* altmodische, blaue bornländische Adelskleidung mit schwarzen Schnallenschuhen
* Boronsradanhänger
* Boronssichel mit Rabenknauf, geschmiedet von Tarambosch
* Delphin-Aquamarin-Kette
* Dunkelrote Iryanlederstiefel, von Neferu
* Elfenbeinkamm mit Rosenschnitzereien, von Lanyana
* Elfische Plattenrüstung verziert mit Rosen und Rabenschwingen, geschmiedet von Goibnywn
* Goldener Ring (Nostrianisches Königswappen)
* Goldmünze (Wert: 200 Dukaten)
* Grünes, kleines Buch mit goldenen Muschelverzierungen, von Rivera
* Indigo Shianna-Fey Kaftan und Turban
* Kleine geschnitzte Holzaxt am Lederband, von Raluf
* Maßgefertigte schwarze, verzierte Reitersäbelscheide
* Modisches, rot-schwarzes Leinenfestgewand (Hemd, Weste, Hose) mit Gürtel, Umhang und Schärpe sowie silbernen Applikationen und Verzierungen
* Reitersäbel (aus dem Zahn einer Seeschlange), geschnitzt von Ohm Follker
* Säbel (Enduriumlegierung)
* Schwarzes Seidenhemd (ursprünglich rot), von Phexdan
* Wappenschild „Rabe und Rose“, von Fenvarien (in Thorwal-Stadt)
* Zweistöckiges Haus im Vitalienstieg, Garether Arenaviertel
* Bürgersiegel RLG

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten

→ siehe auch: Warum sollte Rychard in Satinavs Ketten dabei sein?

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten – Gewinner des Charakter-Contest enthüllt

2012-07-06_00004Mit Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten reisen PC-Spieler im kommenden Frühjahr nach Aventurien und erleben ein brandneues Abenteuer in der Rolle des jungen Fallenstellers Geron, der im Königreich Andergast in ein unheimliches Komplott verwickelt wird. Und der Gewinner des von Daedalic und Deep Silver veranstalteten Charakter-Contests reist mit. Bei dem Wettbewerb hatten DSA-Fans die einmalige Chance, im Spiel verewigt zu werden.

Dem südländischen Schmuggler Rychard, der Spielfigur von Gewinner Torben Breitkreutz, begegnen Geron und seine Begleiterin Nuri in der Hafenstadt Enqui. Der Frauenheld mit dem hübschen Engelsgesicht entspannt sich im örtlichen Badehaus und macht sich direkt an die etwas naive Nuri heran. Das könnte zwar für Ärger mit seiner Geliebten in Enqui sorgen, aber die muss Geron sowieso ablenken, um an eine wichtige Nachricht zu kommen…

Das klassische „Point & Click“-Adventure Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten führt Spieler auf eine epische Reise quer durch die Welt des Schwarzen Auges. Wunderschöne Landschaften, knifflige Rätsel und eine fesselnde Geschichte mit einzigartigen Charakteren erwarten Abenteuer-Fans.

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten wird entwickelt von Daedalic Entertainment und gemeinsam mit Deep Silver in Deutschland, Österreich, der Schweiz, sowie weiteren Ländern, im Frühjahr 2012 für den PC veröffentlicht.

Daedalic via Pressemitteilung vom 29.09.2011